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Schweizerische Vereinigung
Energie- und Umweltausbildung

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In eigener Sache

Am 7. September 2016 traf sich zum ersten Mal eine vierköpfige Vorbereitungsgruppe, die auf meine Initiative hin die Gründung des Verbandes SVEnUm vorantreiben sollte. Genau anderthalb Jahre später, am 7. März 2018, wurde SVEnUm gegründet. Nicht mehr als "Verband", sondern als "Vereinigung" – zunächst mal auf der Basis von (bezahlbaren) Einzelmitgliedschaften und ganz klar als Non-Profit-Organisation aufgestellt.

Gründungsvorstand zerbrochen

Daran zerbrach nun allerdings der Gründungsvorstand. Zitat aus der E-Mail des Vizepräsidenten, in der er seinen Rückzug aus dem Vorstand bekannt gab (dem sich dann auch das dritte Vorstandsmitglied anschloss):
"... ohne je eine finanzielle Entschädigung in Aussicht zu haben, sehe ich einen Teil meines Engagements doch massivstens in Frage gestellt."
Ehrliche Worte – aber so läuft ein Non-Profit-Verein nicht.

Von Vereinsarbeit und Nägeln in der Wand

"Erst dienen, dann verdienen" – das war das Motto eines erfolgreichen Unternehmers: Dr. h.c. Georg H. Endress, Gründer der Endress+Hauser Firmengruppe, in der ich mal selbst arbeitete1). Erst mal Arbeit leisten und nicht schon vorher das Payback erzwingen wollen – wenn das für ein Unternehmen stimmt, dann erst recht für eine Non-Profit-Organisation! Aber was ist denn "Arbeit"? Arbeit (Work) ist Kraft (Force) mal Wegstrecke: W=F·s. Schlagen wir einen Nagel in die Wand und er dringt ein wie in weiche Butter, ist F=0, somit W=0, und der Nagel wird keine zwei Sekunden halten. Dringt er trotz kräftigen Hammerschlägen keinen Millimeter ein, ist s=0 und auch hier W=0; aber in diesem Fall haben wir eine Chance: Wir holen eine Schlagbohrmaschine, bohren (unter Kraftaufwand!) ein passendes Loch in die Wand, treiben (unter Kraftaufwand!) einen passenden Dübel ins Loch, drehen (unter Kraftaufwand!) eine passende Schraube in den Dübel – jetzt haben wir wirklich Arbeit geleistet und das Ding könnte ein zentnerschweres Bild tragen!

Es geht weiter – aber anders: Die Umweltprofis

Widerstand ist also etwas Positives! Nichstdestotrotz: Will man eine dicke, harte Außenwand gänzlich durchbohren, kommt man mit einer Heimwerker-Schlagbohrmaschine nicht weiter. Vielleicht erinnert man sich dann daran, an einer anderen Baustelle mal ein Firmenfahrzeug gesehen zu haben, auf dem etwas von "Diamantbohren" stand. Oder, wie es in meinem Fall war: Bei meinen Bemühungen, den SVEnUm-Vorstand zu erneuern, nahm ich auch mit den "Fachfrauen Umwelt" (ffu-pee) Kontakt auf. Dort wies man mich auf die "OdA Umwelt" (umweltprofis.ch) hin: Bei denen seien die Fachfrauen Umwelt selbst Mitglied; dort würden die SVEnUm-Anliegen sicher auf offene Ohren stoßen.

"Organisation der Arbeitswelt" – der Diamantbohrer

Ja: Inzwischen war mir selbst schon aufgefallen, welch magische Wirkung die Buchstaben OdA vor einem Verbandsnamen entfalten können, wenn es darum geht, als Ansprechpartner anerkannt zu werden! Nach einer Besprechung mit dem OdA-Umwelt-Geschäftsführer Patrick Lachenmeier am 13.12.2018 entschloss ich mich deshalb, SVEnUm aufzulösen und unsere Anliegen als Anregungen bei der OdA Umwelt zu deponieren.

Die Auflösung von SVEnUm muss von einer a.o. Mitgliederversammlung beschlossen werden. Diese findet am 31. Januar 2019 in Zürich statt; ich werde danach hier über die definitiven Beschlüsse informieren.


Bremgarten, den 22. Dezember 2018
Präsident SVEnUm, Max Blatter
 

1) Das Zitat geht anscheinend auf Henry Ford zurück und wurde auch von andern Unternehmern aufgegriffen.